Ausbildungsziele
Im ersten Ausbildungsabschnitt (Grundausbildung) geht es um die Frage nach dem Wesen des Menschen und der spezifisch menschlichen Fähigkeiten; um die Motivation und die möglichen Ziele für ein gelingendes Leben; um die Auswirkungen und Symptome existentiellen Versagens. Die anthropologischen Inhalte werden zum größten Teil selbsterfahrerisch erarbeitet, wodurch die theoretischen Inhalten eine Anbindung an das eigene Leben und dadurch größere Plastizität erhalten.
Das Ziel der Grundausbildung besteht somit in der Vermittlung des Menschenbildes und in der ganz persönlichen, reflektierenden Erfahrung der eigenen Existenz und ihrer Möglichkeiten. Die selbsterfahrerische Vorgangsweise vermittelt bereits ein Einüben dieser Fertigkeiten für das eigene Berufsfeld. Die Aufgabe des Teilnehmers bzw. der Teilnehmerin liegt in einer differenzierten, inneren Stellungnahme zu den Inhalten der Existenzanalyse - eine Erfahrung, die der Persönlichkeitsentwicklung förderlich ist.
Die Supervision dient der Anwendung des erarbeiteten Kenntnisse sowie der Vertiefung des existentiellen Umgangs mit sich selbst, mit dem Gegenüber und der jeweiligen Situation.
Die Einzelgespräche werden während der ganzen Zeit der Ausbildung mit einem Lehrtherapeuten zu individuell vereinbarten Terminen geführt. Sie dienen der Aufarbeitung der persönlichen Umsetzung der Existenzanalyse und der sich daraus ergebenden Fragen und Probleme (existenzanalytische Selbsterfahrung) sowie der Besprechung von Themen, für die sich die Gruppensituation nicht gut eignet. Die Selbsterfahrung ist wesentlicher Bestandteil der Ausbildung.